Zum Inhalt springen

TSV Damen mit Mühe zum Sieg – TuS Helmlingen – TSV Birkenau 25:26 (9:15)

Am Ende einer langen Saison sichern sich die TSV Damen in letzter Sekunde den achten Sieg in Folge. Lenya Hanke trifft sieben Mal.

Im letzten Auswärtsspiel der Saison hat der TSV Birkenau noch einmal seine Klasse unter Beweis gestellt und sich in einer spannenden Partie gegen den abstiegsbedrohten Gastgeber aus Helmlingen mit 26:25 (15:9) durchgesetzt. Während der TSV bereits vor der Begegnung die Vizemeisterschaft und die Teilnahme an der Relegation zur Regionalliga gesichert hatte, ging es für Helmlingen um alles – entsprechend engagiert starteten die Hausherrinnen in die Partie.

Der TSV fand zunächst nur schwer ins Spiel. In der Anfangsphase agierten die Odenwälderinnen zu nachlässig, was Helmlingen zur 5:2-Führung nutzte. Ein vergebener Strafwurf veranlasste Cheftrainerin Leinert zum Handeln: Auszeit Birkenau – und die zeigte Wirkung. Mariella Schütz und Gutsche glichen zum 5:5 aus, ehe Lenya Hanke mit einem Doppelpack die Führung übernahm (8:6).

Von diesem Zeitpunkt an war der TSV deutlich besser im Spiel. Die Defensive stand kompakt, im Angriff agierte die Mannschaft zielstrebig. Besonders beeindruckend: Selbst in Unterzahl setzte sich Birkenau mit einem 5:0-Lauf ab. Ein sehenswertes Highlight setzte Alexa Becker mit einem gefühlvollen Heber über die gegnerische Torhüterin. Hanke, die insgesamt sieben Treffer erzielte, sorgte schließlich für den komfortablen Halbzeitstand von 15:9.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Birkenau zunächst dominant und hielt die Gastgeberinnen bis zur 43. Minute konstant auf Abstand (22:16). Doch dann schaltete der TSV einen Gang zurück – und Helmlingen witterte seine Chance. Mit neuer Energie kämpften sich die Hausherrinnen zurück ins Spiel und verkürzten mit einem 4:0-Lauf auf 20:22. In einer zunehmend hektischen Schlussphase gelang ihnen sogar der Ausgleich zum 25:25.

30 Sekunden vor dem Abpfiff nahm Birkenau die letzte Auszeit. In den entscheidenden Momenten behielt der TSV jedoch die Nerven: Neun Sekunden vor Schluss war es erneut Mariella Schütz, die Verantwortung übernahm und mit ihrem Treffer den 26:25-Sieg perfekt machte.

Ein hart erkämpfter Erfolg zum Abschluss eine langen und kräftezehrenden Saison – und ein weiterer Beleg für die Moral und Qualität des TSV Birkenau, der nun mit Rückenwind in die anstehende Relegation geht.

Das Fazit von Cheftrainerin Katharina Leinert: „Der Start in das Spiel war schwierig. Wir bringen uns mit 2 fragwürdigen Zeitstrafen in Bredouille und starten dadurch unsicher. Wie meine Mädels das dann nach der Auszeit machen, ist überragend. Mit einer deutlich besseren Abwehr, Körpersprache und mehr Tempo schaffen wir es die erste Halbzeit dann in die Hand zu nehmen. Uns geht dann irgendwann etwas die Puste, die Wurfquote kommt ins Wanken und die Gastgeberinnen kämpfen wahnsinnig gut um ihre letzte Chance auf den Ligaverbleib. Am Ende bin ich stolz, dass wir die Ruhe bewahren und den zwar glücklichen aber nicht unverdienten Siegtreffer machen.“

Für den TSV Birkenau spielten: Johanna Meyer, Katharina Bussek (beide im Tor), Lenya Hanke (7), Linn Gutsche (6), Mariella Schütz (4), Marie Harbarth (3), Alexa Becker (2), Josi Leinert (2), Jacqueline Tines (2), Anne Havemann, Anna Knapp, Mathilda Pfisterer

(Bilder: A. Etzel)