
Mit einer beeindruckenden Mannschaftsleistung haben die Damen 1b des TSV Birkenau am Samstag in der heimischen Langenberghalle für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Gegen den klar favorisierten TV Eppelheim feierten die Gastgeberinnen einen unerwarteten, aber verdienten 24:21 (12:9)-Erfolg.
Ein Sieg hätte für die Gäste aus Eppelheim zur vorzeitigen Meisterschaft gereicht. Doch die Birkenauerinnen hatten aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen, in dem man deutlich unter den eigenen Möglichkeiten geblieben war. Entsprechend motiviert ging das Team von Trainerduo Schäfer/Schäfer in die Partie und verinnerlichte den Leitsatz „in der Abwehr Beton anzurühren“.

Von Beginn an präsentierte sich Birkenau defensiv hellwach und äußerst kompakt. Vor allem Kristina Falter auf der vorgezogenen Position störte den Spielfluss der Gäste frühzeitig und zog dem Eppelheimer Angriff spürbar den Zahn. Doch nicht nur in der Spitze, sondern auch im Verbund stand die Defensive stabil und ließ bis zur Pause lediglich neun Gegentore zu. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Abwehrarbeit auf hohem Niveau, sodass Eppelheim insgesamt nur auf 21 Treffer kam – deutlich unter der gewohnten Offensivstärke.

Eine stark aufspielende Vanessa Falter im Tor vernagelte nicht nur den Kasten. Sie leitete auch immer wieder schöne Gegenstoßangriffe ein, die zu einfachen Toren auf Birkenauer Seite führten. Die Treffer auf Seiten der Gastgeberinnen verteilten sich breit, wobei Lilly Knogler und Annika Heldmann auf den Halbpositionen am häufigsten erfolgreich waren. Als Eppelheim diese beiden Spielerinnen zwischenzeitlich kurz nahmen, geriet der Birkenauer Angriff ins Stocken. Die Gäste nutzten diese Phase, um einen Fünf-Tore-Rückstand auf zwei Treffer zu verkürzen und die Partie wieder spannend zu machen. Doch Birkenau behielt die Nerven. In dieser entscheidenden Phase übernahm vor allem Moni Reiter Verantwortung. Nach ihrer Babypause erstmals in der 1b aktiv, bewies sie große Übersicht, suchte erfolgreich das Eins-gegen-Eins und setzte wichtige Akzente im Angriffsspiel.
Am Ende brachte Birkenau den Vorsprung souverän über die Zeit und durfte sich über einen überraschenden, aber hochverdienten Heimsieg freuen.
TSV Birkenau:
V. Falter, Schäfer; Knogler (7), Heldmann (5/3), K. Falter (3), Bechtold (2), N. Martin (2), Reiter (2), Bereuter (1/1), Klink (1), L. Martin (1), Hahn, Hoffmann, Sauer, Platzer
(Bericht: Michèle Sauer, Bilder: Armin Etzel)