
Im letzten Derby der Saison zeigte der TSV keine Blöße und gewann gegen das Tabellenschlusslicht am Ende deutlich und machte damit einen großen Schritt Richtung Relegationplatz. Lejla Smajlovic kam zu ihrem Comeback nach der Babypause.
Am großen Heimspieltag empfingen die TSV Damen den TSV Rot-Malsch, der auf der Saisongraden jeden Punkt benötigt, um den drohenden Abstieg noch abzuwenden. Auf die TSV Mädels wartete also ein Gegner, der alles investieren würde.
Der TSV brauchte etwas um in die Partie zukommen. Zwar traf Mariella Schütz mit dem ersten Angriff bereits nach 37 Sekunden zum 1:0, doch in der Folge fand man zunächst keine Mittel um durch die gegnerische Deckung zu kommen. Die erste und einzige Führung der Gäste egalisierte Josi Leinert mit einem wuchtigen Wurf aus dem Rückraum (3:3, 7.). Die Hausherrinnen stellten mit einem 3:0 Lauf auf 7:4 (15.). Statt den Vorsprung aber kontinuierlich auszubauen, bot die sonst so starke Defensive teils große Lücken an, die die Gastmannschaft zu Toren einlud. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff nahm Katharina Leinert beim Stand von 13:10 eine Auszeit, um auf ihre Schützlinge einzuwirken. Kaum war das Spiel wieder angepfiffen verhängte das Schiedsrichtergespann eine 2 Minuten Strafe gegen die Birkenauerinnen. Den fälligen 7 Meter verwandelten die Gäste zum 13:11. Gutsche und Schütz stellten auf den 15:11 Halbzeitstand.

Die Halbzeitansprache des Trainergespanns zeigte eine Wirkung, denn die Birkenauer Abwehrreihe zeigte sich in Halbzeit zwei in gewohnter Stärke. In Unterzahl starteten die TSVlerinnen in die zweite Halbzeit. Rot-Malsch traf zum 15:12 per 7-Meter. Kaum war der TSV wieder vollzählig, erhielt Josi Leinert ihre zweite Zeitstrafe. Noch in Unterzahl traf Lejla Smajlovic bei ihrem Comeback zum 16:12. Pfisterer, Rajic und Schütz erhöhten auf 19:12 (41.). Meyer im Tor der Gastgeberinnen hielt in dieser Phase des Spiels den Kasten sauber. Mehrere Paraden und ein gehaltener Strafwurf liess die Gäste verzweifeln. Rot-Malsch nahm eine Auszeit. Zwar erzielten die Gäste gleich danach ihren zweiten Treffer in Halbzeit zwei doch die Birkenauer Antwort war ein 3:0 Lauf. Beim 23:14 (47.) nahmen die Gäste erneute eine Auszeit. Aber Rot-Malsch zeigte keine Gegenwehr mehr. Mit der deutlichen Führung im Rücken bekamen nun alle Spielerinnen ihre Einsatzzeiten. Katharina Bussek ließ in den letzten zehn Minuten nur noch zwei Gegentreffer zu, während ihre Mitspielerinnen einen 12 Torevorsprung herausspielten. Danijela Rajic traf mit ihrem achten Treffer zum 30:17 Endstand.

Das Fazit von Katharina Leinert: „Vor allem freut mich heute, dass wir Spielanteile und Kräfte verteilen konnten. Das ist mit Blick auf den Saisonendspurt viel wert. Das es gegen Rot/Malsch immer ein Geduldsspiel ist, wussten wir und waren darauf eingestellt. Spielerisch ist Rot/Malsch ein unangenehmer Gegner, daher bin ich heute auch nicht mit allem zufrieden. Wir haben vor allem in Halbzeit eins in der Deckung nicht das gezeigt, was wir können. Da konnten wir uns im 2. Durchgang steigern. Letztendlich zählen aber die 2 Punkte und bei dem Endergebnis ist das auch „meckern auf hohem Niveau. Insgesamt war das für uns als TSV Birkenau ein wirklich gelungener Heimspieltag, der zeigt, was wir alles bewegen können.“
Mit diesem Sieg haben die TSV Damen einen riesigen Schritt Richtung Relegation gemacht, da Ottenheim, der direkte Konkurrent, bei Salamander-Kornwestheim Federn lassen musste. Aus den letzten drei Spielen benötigen sie nur noch zwei Punkte um die Vizemeisterschaft unter Dach und Fach zu bringen.
TSV Birkenau: Katharina Bussek, Johanna Meyer (beide im Tor), Danijela Rajic (8), Josi Leinert (4), Mariella Schütz (4), Linn Gutsche (3), Marie Harbarth (3), Anne Havemann (3), Lejla Smajlovic (2), Alexa Becker (1), Lilly Knogler (1), Mathilda Pfisterer (1), Beeke Falter, Lenya Hanke, Marina Hassel, Anna Knapp
(Bilde: Armin Etzel)