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TSV Damen behaupten sich zum Rückrundenauftakt mit 26:24 gegen SV Salamender-Kornwestheim

Fünf Wochen nach dem Auswärtssieg in Kornwestheim kam es zum direkten Wiedersehen beider Teams – diesmal zum Auftakt der Rückrunde in der heimischen Halle. Wie schon im Hinspiel entwickelte sich eine enge, umkämpfte Partie, in der sich der TSV Birkenau erneut erst in der Schlussphase entscheidend absetzen konnte.

Die Gastgeberinnen erwischten den besseren Start. Vor allem Josi Leinert prägte die Anfangsphase und erzielte vier der ersten fünf TSV-Tore. Nach dem Treffer von Danijela Rajic zum 6:2 in der 8. Spielminute sah sich der SV Salamander Kornwestheim früh zur Auszeit gezwungen. In der Folge ließ der TSV jedoch einige klare Chancen ungenutzt, agierte zu nachlässig im Abschluss und ermöglichte den Gästen den 6:6-Ausgleich (12.). Zwar legten Gutsche und Knapp erneut zum 10:8 vor (21.), doch Kornwestheim blieb hartnäckig und glich bis zur Pause zum 11:11 aus.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel von Spannung geprägt. Früh kassierte der TSV einen Siebenmeter samt Zeitstrafe, Kornwestheim nutzte dies zur ersten Führung. Doch Birkenau zeigte Moral: Rajic glich sehenswert aus, Johanna Meyer im Tor glänzte mit wichtigen Paraden. Trotz einer weiteren Unterzahlsituation hielt der TSV dagegen, ließ in eigener Überzahl allerdings mehrfach die Chance liegen, sich abzusetzen – Pfosten- und Lattentreffer verhinderten die Führung.

Nach fünf torlosen Minuten war es erneut Rajic, die mit einem wuchtigen Wurf das 15:14 erzielte. Als Kornwestheim einen Siebenmeter liegen ließ, erhöhte Birkenau per Strafwurf auf 16:14 (45.). Gutsche und Leinert bauten den Vorsprung auf 18:15 aus, der bis in die Schlussphase Bestand hatte. Beim 20:17 nahm Kornwestheim noch einmal eine Auszeit, kam durch ein glückliches „Billardtor“ auf 20:18 heran. Doch der TSV blieb ruhig: Gutsche traf zum 21:18, später sorgte Tines mit einem gefühlvollen Heber zum 24:20 für die Vorentscheidung. Die Hausherrinnen spielten den Vorsprung clever herunter und sicherte sich am Ende einen hart erkämpften 26:24-Erfolg. Der sechste Sieg in Folge.

Das Spiel bot zwar phasenweise handballerische Schonkost, lebte aber durchweg von der Spannung. Am Ende setzten sich Wille und Moral durch – nicht zuletzt dank einer überragenden Josi Leinert, die mit 13 Treffern die Hälfte aller TSV-Tore erzielte.

„Das Spiel war fast ein Abziehbild des Spiels vor fünf Wochen. Wir wussten was auf uns zukommt und waren auf ein Samstagabend Krimi eingestellt. In der ersten Halbzeit haben wir uns leider zu oft nicht an Absprachen gehalten, das hat uns das Leben etwas schwerer gemacht als nötig. Das wir uns dann aber in der zweiten Halbzeit steigern konnten, spricht für die Mannschaft. Besonders gefreut hat mich, dass wir die für den Angriff in der Winterpause trainierten taktischen Änderungen gut auf die Platte bekommen haben. Insgesamt ein gelungener Einstieg zum Beginn der Rückrunde – mit Luft nach oben.“, so das Fazit von Katharina Leinert, Cheftrainerin des TSV Birkenau.

Nächste Woche (31.1., 18:00h) geht es nach Leonberg. Gegen die derzeit Tabellen Vierten der Oberliga Baden-Württemberg gilt es wachsam zu sein. Im Heimspiel gab der TSV fast noch eine 9-Tore-Führung aus der Hand, konnte sich aber dann doch noch mit 25:23 behaupten.

Für den TSV spielten: Johanna Meyer (im Tor), Josi Leinert (13), Linn Gutsche (4), Danijela Rajic (4), Anna Knapp (3), Anne Havemann (1), Jacqueline Tines (1), Alexa Becker, Lenya Hanke, Marie Harbarth, Marina Hassel, Mathilda Pfisterer

(Bilder: A. Etzel)