{"id":6455,"date":"2010-11-08T09:03:02","date_gmt":"2010-11-08T08:03:02","guid":{"rendered":"http:\/\/w-jugend.tsv-birkenau.de\/?p=6455"},"modified":"2010-11-08T09:04:13","modified_gmt":"2010-11-08T08:04:13","slug":"fachtagung-zum-thema-gewalt-und-konflikte-im-sport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/damenhandball.tsv-birkenau.de\/index.php\/archives\/6455","title":{"rendered":"Fachtagung: \u201eGewalt und Konflikte im Sport&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Auf gro\u00dfes Interesse stie\u00df die Fachtagung zum Thema \u201eGewalt und Konflikte im Sport&#8220;, zu der unter Schirmherrschaft von Landrat Matthias Wilkes der Sportkreis Bergstra\u00dfe in Lorsch eingeladen hatte. Ma\u00dfgeblich unterst\u00fctzt wurden Vorbereitung und Durchf\u00fchrung von dem durch die Hessische Landesregierung gerufenen \u201eNetzwerk gegen Gewalt&#8220;, das im Bereich S\u00fcdhessen von der Bensheimer Kriminalbeamtin Christine Klein repr\u00e4sentiert wird.<!--more--><\/p>\n<p>Der Sportkreis, so dessen Vorsitzender G\u00fcnter Bausewein bei seiner Begr\u00fc\u00dfung der mehr als 50 Teilnehmer aus dem Kreisgebiet, handelte aus der Erkenntnis heraus, dass es Konflikte und Gewalt dort gibt, wo Menschen aufeinandertreffen: zuhause, in der Schule, in der \u00d6ffentlichkeit, aber auch im Sport.<\/p>\n<p>Vermeintlich seien nur bestimmte Sportarten wie Fu\u00dfball von Gewalt betroffen. Doch der Schein tr\u00fcge &#8211; keine Sportsparte sei g\u00e4nzlich ausgenommen. Im Sport erlebten Kinder Gewalt durch Ausgrenzung. J\u00fcngste Berichte zeigten, im Sport komme auch Kindeswohlgef\u00e4hrdung vor. \u201eMit der Einbeziehung des Sports in vielf\u00e4ltige Ma\u00dfnahmen der Gewaltpr\u00e4vention wurde und wird der zunehmenden Gewaltbereitschaft, dem Rechtsextremismus und der Fremdenfeindlichkeit der Kampf angesagt&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>Trainer und \u00dcbungsleiter m\u00fcssten bei der Bew\u00e4ltigung der Probleme sensibel mit den Konflikten in der Gruppe umgehen. Vorst\u00e4nde m\u00fcssten ihre Vorstandsarbeit auch auf diese Aspekte einrichten. Die Potenziale der \u00fcber 87\u2005000 Sportvereine mit ihren \u00fcber neun Millionen Kinder und Jugendlichen m\u00fcssten noch bewusster genutzt werden. Ohne Zweifel w\u00fcrden die Sozialleistungen der Sportvereine f\u00fcr ihre jungen Menschen auf Grund der gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen zunehmen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Mit seinem Er\u00f6ffnungsstatement \u201eSportverein &#8211; Schutzimpfung gegen Gewalt?&#8220; gab Professor Gunter A. Pilz von der Leibnitz-Universit\u00e4t Hannover einen wissenschaftlich fundierten Einblick in die Erforschung des Gewaltph\u00e4nomens, den Aufbau von Netzwerken zu dessen Eingrenzung und praktische Tipps, mit denen die zu bew\u00e4ltigende Zukunftsaufgabe nachhaltig gel\u00f6st werden k\u00f6nne. Erg\u00e4nzt wurde dies mit der Vorstellung von Serviceangeboten der Sportjugend Hessen, die Angelika Ribler vermittelte und den Teilnehmern als Grundlagen f\u00fcr die Arbeit vor Ort empfahl.<\/p>\n<p>Praxisnah ging es beim Round-Table-Gespr\u00e4ch zu, an dem sich mit Lutz Wagner ein ehemaliger Bundesliga-Schiedsrichter, Rudi K\u00f6hler, der Fanbeauftragte von Eintracht Frankfurt, G\u00fcnther Kuch, Pr\u00e4sident der TSV Auerbach, und Angelika Ribler beteiligten. Trainerlegende Klaus Schlappner gab aus dem Publikum interessante Anregungen.<\/p>\n<p>Schirmherr Landrat Matthias Wilkes gratulierte dem Sportkreis zum Mut, das Thema Gewalt und Gewalt im Sport \u00f6ffentlich aufzugreifen. Der Kreis versuche mit seinen Programmen \u201eDas Baby verstehen&#8220; und \u201eKeiner f\u00e4llt durchs Netz&#8220; bereits bei Kleinkindern m\u00f6glichen Fehlentwicklungen entgegenzuwirken.<\/p>\n<p>In vier Workshops wurden am Nachmittag der Tagung erfolgreiche Pr\u00e4ventionskonzepte mit praktischen \u00dcbungen pr\u00e4sentiert. Im Einzelnen ging es um Deeskalation von Konflikten und Gewaltsituationen bei Beleidigungen und Provokationen, um Tips f\u00fcr Trainer und Betreuer f\u00fcr die Kommunikation mit den Mannschaften, die Kindeswohlgef\u00e4hrdung und sexuelle Gewalt im Sport und um den Rechtsextremismus in der Region. Auf gro\u00dfes Interesse stie\u00df das vom Jugendkoordinator bei der Polizeidirektion Bergstra\u00dfe, Peter Hoffmann, vorgestellte Pr\u00e4ventionsprojekt \u201eCouragisten&#8220;, in dem auch Jugendliche mitwirkten.<\/p>\n<p>Deutlich wurde, dass der Erfolg der Kampagne gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit mit der weiteren F\u00f6rderung des Ehrenamtes unterst\u00fctzt werden muss und dass f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung dieser speziellen Aufgaben die volle Unterst\u00fctzung von Sport- und Jugendverb\u00e4nden sowie von Politik und Wirtschaft ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n<p>Erfreulich, dass der Hessische Judo-Verband sich am Tag nach der Tagung an Ort und Stelle in Lorsch in einer weiteren Veranstaltung f\u00fcr Trainer, \u00dcbungsleiter und interessierten Mitgliedern dem Thema \u201ePr\u00e4vention von sexueller Gewalt auf der Judomatte&#8220; widmete. du<\/p>\n<p>Weitere Informationen im Internet unter <a href=\"http:\/\/www.Netzwerk-Gegen-Gewalt.de\" target=\"_blank\">www.Netzwerk-Gegen-Gewalt.de<\/a>.<\/p>\n<p><em>(Quelle: Weinheimer Nachrichten, 08.11.2010)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf gro\u00dfes Interesse stie\u00df die Fachtagung zum Thema \u201eGewalt und Konflikte im Sport&#8220;, zu der unter Schirmherrschaft von Landrat Matthias Wilkes der Sportkreis Bergstra\u00dfe in Lorsch eingeladen hatte. Ma\u00dfgeblich unterst\u00fctzt wurden Vorbereitung und Durchf\u00fchrung von dem durch die Hessische Landesregierung gerufenen \u201eNetzwerk gegen Gewalt&#8220;, das im Bereich S\u00fcdhessen von der Bensheimer Kriminalbeamtin Christine Klein repr\u00e4sentiert&hellip;&nbsp;<a href=\"https:\/\/damenhandball.tsv-birkenau.de\/index.php\/archives\/6455\" rel=\"bookmark\">Weiterlesen &raquo;<span class=\"screen-reader-text\">Fachtagung: \u201eGewalt und Konflikte im Sport&#8220;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"neve_meta_sidebar":"","neve_meta_container":"","neve_meta_enable_content_width":"","neve_meta_content_width":0,"neve_meta_title_alignment":"","neve_meta_author_avatar":"","neve_post_elements_order":"","neve_meta_disable_header":"","neve_meta_disable_footer":"","neve_meta_disable_title":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6455","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/damenhandball.tsv-birkenau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6455","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/damenhandball.tsv-birkenau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/damenhandball.tsv-birkenau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/damenhandball.tsv-birkenau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/damenhandball.tsv-birkenau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6455"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/damenhandball.tsv-birkenau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6455\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6461,"href":"https:\/\/damenhandball.tsv-birkenau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6455\/revisions\/6461"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/damenhandball.tsv-birkenau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6455"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/damenhandball.tsv-birkenau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6455"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/damenhandball.tsv-birkenau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6455"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}