{"id":3887,"date":"2010-05-31T09:36:36","date_gmt":"2010-05-31T07:36:36","guid":{"rendered":"http:\/\/w-jugend.tsv-birkenau.de\/?p=3887"},"modified":"2010-05-31T10:58:06","modified_gmt":"2010-05-31T08:58:06","slug":"historischer-markt-in-birkenau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/damenhandball.tsv-birkenau.de\/index.php\/archives\/3887","title":{"rendered":"Flammende Schwerter kreuzen sich&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3892\" title=\"web_historischermarkt\" src=\"http:\/\/w-jugend.tsv-birkenau.de\/wp-content\/upload\/web_historischermarkt.jpg\" alt=\"web_historischermarkt\" width=\"400\" height=\"120\" srcset=\"https:\/\/damenhandball.tsv-birkenau.de\/wp-content\/upload\/web_historischermarkt.jpg 400w, https:\/\/damenhandball.tsv-birkenau.de\/wp-content\/upload\/web_historischermarkt-300x90.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Alle f\u00fcnf Jahre dreht die Sonnenuhrengemeinde am Rad der Zeit. Auch die vierte Auflage des &#8222;Historischen Marktes&#8220; der Gemeinde Birkenau brachte einmal mehr das Mittelalter zum Anschauen und Anfassen eindrucksvoll zur\u00fcck in den Schlosspark. Viele der Br\u00e4uche und Professionen, viele der Kl\u00e4nge, der Geschm\u00e4cker und der Farben lebten bei einem ausgelassenen, fantasievollen und lehrreichen Fest f\u00fcr zwei ganz besondere Tage wieder auf und verzauberten tausende Besucher aus der Region.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Daf\u00fcr sorgten professionelle Veranstalter, \u00f6rtliche Gewerbetreibende sowie ortsans\u00e4ssige Vereine und Institutionen, deren Mitglieder &#8211; aber auch viele der Besucher &#8211; sich mit zeitgem\u00e4\u00dfen Gew\u00e4nder mit Tuniken, mit Lederwams oder gar mit Kettenhemd f\u00fcr dieses ganz besondere Fest in Schale geworfen hatten, und den Zauber des bunten Markttreibens abrundeten. Abrundeten, weil schon der Markt an sich mit einem wundervollen Flair f\u00fcr Begeisterung sorgte.<\/p>\n<p>Bei einem Bummel vorbei an den schmucken Zeltbuden, den liebevoll gestalteten Tavernen-H\u00fctten und den gezimmerten Handwerksst\u00e4nden lie\u00dfen sich all die Seifensieder, die Zinngie\u00dfer, die Buchdrucker, die Bleiverglaser und die Korbmacher beim Werken \u00fcber die Schulter schauen. Da drehten sich die Spinnr\u00e4der unter dem Zeltdach und das Spanferkel \u00fcber den Flammen. Da duftete das orientalische Gew\u00fcrz und das brennende Holz aus vielen Feuerstellen.<\/p>\n<p>Der Neugierige lernte durch Ausprobieren unter fachkundiger Anleitung, wie die Zimmersleute damals das Holz bearbeiteten oder wie durch das Setzen bleierner Lettern von Hand schlie\u00dflich ganze B\u00fccher gedruckt werden &#8211; so, wie schon zu Meister Gutenbergs Zeit. Da boten die Handleser und Wahrsager ihre Dienste an, die Gaukler, die Zauberer, die Fingerspieler sorgten f\u00fcr kurzweilige Unterhaltung, Schlangenbeschw\u00f6rer, Seilt\u00e4nzer und Stelzenl\u00e4ufer f\u00fcr atemberaubende Kuriosit\u00e4ten.<\/p>\n<p>In allen Ecken und Winkeln des Marktes boten H\u00e4ndler herrliche Kleinodien aus Kupfer, Messing, Eisen, Silber, Holz und aus edlem Stein feil. Mittelalterliches Gewand, Lederschurz und Schuhwerk in Handarbeit erstellt, wartete auf K\u00e4ufer. T\u00f6pfereien, Holzschnitzkunst, Tr\u00e4nke, Trunke und Tinkturen zogen die Blicke vieler Augen an.<\/p>\n<p>Es war ein buntes Treiben, bei dem auch die J\u00fcngsten nicht zu kurz kamen. Viele Spiele und Attraktionen zeigten, dass es auch ganz ohne elektrischen Strom tolle Spiel-Ideen gobt: Ein gro\u00dfes Holzkarusell, nur mit Muskelkraft betrieben, lud zu einer Fahrt ein, an anderer Stelle konnte Junior sich sich im Laufen auf einem Seil probieren oder mal mit Holzarmbrust und Pfeil sein Gl\u00fcck und Geschick an einer Zielscheibe probieren, und, und, und.<\/p>\n<p>Ganz gro\u00dfgeschrieben wurde auch die Geselligkeit. Zeitgerecht luden Heuballen zum Verweilen an den Mocca-Buden, den Met-Schenken und Malz-Trunk-Tarvernen ein, statt Gl\u00e4ser griff der Durstige zum z\u00fcnftigen Trinkhorn oder zum rustikalen Tonkrug und lauschte den Kl\u00e4ngen der Lauten- und Fl\u00f6tenspieler.<\/p>\n<p>Verweilen sollte sich lohnen, vor allem vor der gro\u00dfen B\u00fchne in der Mitte dieses pittoreskem Ensembles. Hier umrandeten die Kl\u00e4nge der Barden-Band &#8222;Triskilian&#8220; ein buntes Programm, das Illusionisten, Narren, T\u00e4nzer und Musikanten darboten. Zaubereien und Jonglagen hatten &#8222;Alexander von der Galgeneiche&#8220; und das &#8222;Duo Lautenl\u00fcmmel&#8220; mitgebracht. Sie gaben sich bei ihren Vorf\u00fchrungen unter freiem Himmel ein Stelldichein mit den Auff\u00fchrungen, die die Birkenauer Vereine vorbereitet hatten. So wurde beispielsweise der MGV Eintracht durch die &#8222;B\u00e4nkels\u00e4nger&#8220; vertreten, die SVG Nieder-Liebersbach schickte ihre &#8222;historischen Sportakkrobaten&#8220; ins Rennen. Musik aus dem Mittelalter hatten die &#8222;Regenbogentrommler&#8220; und der Konzertchor &#8222;acapella Odenwald&#8220; mitgebracht, der TSV Birkenau und die Trachtengruppe &#8222;Liewersbescher Kerwe&#8220; setzten mit ihren T\u00e4nzen optische Schlaglichter.<\/p>\n<p>F\u00fcrs Auge hatte der Markt aber vor allem nach der D\u00e4mmerung zu bieten. Nur im Fackel- und Feuerschein sorgte die Fakir-Show von &#8222;Sarcana&#8220; f\u00fcr mystischen Zauber, wirkten die schauspielerischen Auseinadersetzungen der Schwertk\u00e4mpfer besonders eindrucksvoll. Zwei Schaukampfformationen, die Gruppen &#8222;Herold&#8220; und &#8222;Equites Dragonis&#8220;, die ihr &#8222;Ritterslager&#8220; am Ufer des Teichs am Schlossparks aufgebaut hatten, k\u00e4mpften mit brennenden Schwertern, flammenden Morgensternen und feuerz\u00fcngelnden Fackeln um die Gunst einer holden Maid.<\/p>\n<p>Das alles zusammen bescherte den vielen Besuchern die am Freitag, am Samstag und am Sonntag \u00fcber den historischen Markt bummeln, eine Vielzahl unvergesslicher Eindr\u00fccke, und wahrscheinlich dem Gro\u00dfteil der &#8222;ungewandet&#8220; Gekleideten die Gewissheit, dass beim n\u00e4chsten Besuch im Mittelalter in Birkenau, das allt\u00e4gliche Outfit, einem geschn\u00fcrten Leinenhemd, einer Tunika oder einem Lederwams weichen wird.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wnoz.de\/index.php?&amp;kat=88&amp;id=69\" target=\"_blank\">Bilder vom Historischen Markt gibt es hier<\/a>.<\/p>\n<p><em>(Quelle: Artikel der Weinheimer Nachrichten vom 31.05.2010)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle f\u00fcnf Jahre dreht die Sonnenuhrengemeinde am Rad der Zeit. 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