{"id":11718,"date":"2012-04-12T13:05:22","date_gmt":"2012-04-12T11:05:22","guid":{"rendered":"http:\/\/w-jugend.tsv-birkenau.de\/?p=11718"},"modified":"2012-04-12T13:07:12","modified_gmt":"2012-04-12T11:07:12","slug":"zirkeltraining-der-gesundheitsforschung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/damenhandball.tsv-birkenau.de\/index.php\/archives\/11718","title":{"rendered":"Zirkeltraining der Gesundheitsforschung"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11719\" title=\"web_IMAG0148\" src=\"http:\/\/w-jugend.tsv-birkenau.de\/wp-content\/upload\/web_IMAG0148.png\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"207\" srcset=\"https:\/\/damenhandball.tsv-birkenau.de\/wp-content\/upload\/web_IMAG0148.png 400w, https:\/\/damenhandball.tsv-birkenau.de\/wp-content\/upload\/web_IMAG0148-300x155.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>&#8222;Das Zirkeltraining der Gesundheitsforschung \u2013 Mitmachen, Erleben, Verstehen.&#8220; Unter diesem Motto stand k\u00fcrzlich das Training der weiblichen D-Jugend des TSV Birkenau. Das Zrikeltraining der Gesundheitsforschung f\u00fchrt die Kinder auf spielerische Art und Weise an Forschungsprinzipien heran und macht Forschung im wahrsten Sinne des Wortes erlebbar.<!--more--><\/p>\n<p>Mit dem eigenen K\u00f6rper und vor allem am eigenen K\u00f6rper erlebten die Kinder, wie Wissenschaft funktioniert. Die Idee des Zirkeltrainings, das von der Deutschen Sportjugend und der Deutschen Sporthochschule K\u00f6ln erarbeitet wurde, ist es, an vier Mitmach-Stationen Kinder gemeinsam im Team mit einfachen \u00dcbungen ihren eigenen K\u00f6rper und seine Funktionsweise zu erforschen. Eine abschlie\u00dfende gemeinsame Reflexionsphase mit den \u00dcbungsleitern Manuel K\u00fcmpel, Angelika Schneiderheinze sowie Frank Polom vertiefte die eigenen Einsichten und schaffte einen Bezug zum pers\u00f6nlichen Lebenskontext. Zu jeder Station wurden den Kindern zu Beginn methodisch-didaktische Tipps, sowie Hintergrundinformationen vermittelt.<\/p>\n<p>Station 1 befasste sich mit dem Thema &#8222;Energie&#8220; &#8211; Im sportlichen Kontext sollten die Kinder erfahren, wie viel k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t notwendig ist, um durch Nahrungsmittel zugef\u00fchrte Energie (z.B. durch einen Schokoriegel) wieder zu verbrennen. Alle Kinder wurden zun\u00e4chst einzeln gewogen und rannten danach gemeinsam 1km um ein abgestecktes Feld in der Halle. In der Zeit wurde der jeweils individuelle Kalorienverbrauch der Kinder berechnet. Als Belohnung wurde den Kindern Schokolade als Belohnung nach dem Lauf versprochen \u2013 dabei handelt es sich aber nur um das \u00c4quivalent der individuell verbrauchten Energie. Ziemlich erstaunt waren die Sportlerinnen des TSV, als man in der gemeinsamen Reflexion errechnete, wie viel Minuten bzw. Meter man laufen m\u00fcsste, um eine komplette Schokoladentafel zu verbrennen.<\/p>\n<p>Bei Station 2 ging es darum, wie sich Gewicht auf den Bewegungsablauf und damit auf die Laufgeschwindigkeit jedes einzelnen auswirkt. In einem Selbstversuch konnten die M\u00e4dels bei einem Sprinttest \u00fcber 20m mit und ohne Gewichte erfahren, welche Auswirkung z.B. zus\u00e4tzliches K\u00f6rpergewicht auf die eigene Leistung hat. Zun\u00e4chst wurde die Zeit des Kinds ohne zus\u00e4tzliches K\u00f6rpergewicht gestoppt. Daraufhin wurden 2kg Gewichtsmanschetten an jedes Fu\u00dfgelenk, sowie 1kg Manschetten an die Handgelenke angebracht und noch einmal \u201egesprintet\u201c. Wie die Kinder unschwer feststellten, waren sie nun um einiges langsamer. Teilweise verdoppelten sich sogar die Laufzeiten. Der Einfluss von Zusatzgewicht auf die Laufgeschwindigkeit lie\u00df sich den Kindern gut mit Beispielen aus der Tierwelt erkl\u00e4ren: Warum ist der Leopard schneller als der Elefant? Gemeinsam wurden Gr\u00fcnde, die die Laufgeschwindigkeit bestimmen, erarbeitet: Gewichts- und Gr\u00f6\u00dfenunterschied, muskul\u00e4rer Unterschied, sowie ein unterschiedlicher K\u00f6rperbau stellten sich als die Hauptindikatoren heraus. Ziel war es hier, den direkten Zusammenhang zwischen Gewicht und k\u00f6rperlicher Leistungsf\u00e4higkeit zu verdeutlichen. Jedes &#8222;nichtaktive&#8220; Kilo mehr K\u00f6rpergewicht \u2013 also Fett \u2013 f\u00fchrt zu einer verminderten Leistungsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>Weiter ging es zu Sation 3, an der das etwaige Lungenvolumen jedes Kinds bestimmt werden sollte. Den Kindern wurde zun\u00e4chst der Aufbau und die Funktion der Lunge erkl\u00e4rt und darauf hingewiesen, dass das Lungenvolumen des Menschen die Vitalit\u00e4t und Funktionsf\u00e4higkeit des Herz-Kreislauf-Systems beeinflusst. Ebenfalls wurde darauf hingewiesen, dass durch Ausdauertraining das Lungenvolumen vergr\u00f6\u00dfert werden kann. Ein skalierter Eimer (Skalierung bis 10 Liter) wurde mit 5 Litern Wasser gef\u00fcllt. Die Kinder atmeten nach maximaler Einatmung maximal in einen Luftballon aus. Der Ballon wurde mit einem Knoten verschlossen und komplett unter Wasser getaucht. Das individuelle Lungenvolumen wurde dann \u00fcber die Differenz des verdr\u00e4ngten Wassers abgelesen. Abschlie\u00dfend wurde er\u00f6rtet, wer weshalb das gr\u00f6\u00dfte Lungenvolumen besitzt. Die TSV-M\u00e4dels stellten fest, dass die Unterschiede des Lungenvolumen u.a. mit dem Alter, der Gr\u00f6\u00dfe, und der H\u00e4ufigkeit des Sporttreibens zu tun haben. Manuel K\u00fcmpel nahm hier auch Bezug zur Atmung bei Station 1 und 2 und fragte die Kinder, was ihnen an ihrer eigenen Atmung w\u00e4hrend des Laufens bei den beiden vorherigen Stationen aufgefallen war. Die Antworten f\u00fchrten zu dem Ergebnis, dass der K\u00f6rper bei sportlichen Aktivit\u00e4ten mehr Sauerstoff braucht und verbraucht, um die ben\u00f6tigte Kraft (Energie) bereitzustellen. Dadurch wurde nun auch klar, dass ein gro\u00dfes Lungenvolumen zu einer besseren Ausdauerleistung f\u00fchren kann: Je gr\u00f6\u00dfer das Lungenvolumen, desto besser die Ausdauer und umgekehrt!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11720\" title=\"web_IMAG0149\" src=\"http:\/\/w-jugend.tsv-birkenau.de\/wp-content\/upload\/web_IMAG0149.png\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"445\" srcset=\"https:\/\/damenhandball.tsv-birkenau.de\/wp-content\/upload\/web_IMAG0149.png 400w, https:\/\/damenhandball.tsv-birkenau.de\/wp-content\/upload\/web_IMAG0149-269x300.png 269w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend kam man nun zur letzten Station: An dieser 4. Station gab es eine Chemische Analyse: Welche Rolle spielt der S\u00e4uregrad im Essen? Mit einem Teststreifen wurde der pH-Wert von Kr\u00e4utertee, Wasser, Zitronensaft und Limonade bestimmt. Zun\u00e4chst wurde den M\u00e4dels jedoch erkl\u00e4rt, dass bei gesunden Menschen der S\u00e4ure-Basen-Haushalt des K\u00f6rpers ausgeglichen ist, sodass alle Enzyme in den Zellen gut funktionieren k\u00f6nne. Hierf\u00fcr sorgen verschiedene Puffersysteme z.B. im Blut, oder in der Niere. Sie gleichen pH-Wert-\u00c4nderungen aus, die bei Stoffwechselvorg\u00e4ngen entstehen. Um den Kindern die Unterschiede zwischen den verschiedenen pH-Werten begreifbar zu machen, sollte an dieser Station in Experimenten entdeckt werden, dass Nahrungsmittel unterschiedliche pH-Werte aufweisen. Sie erfuhren hier beispielhaft, welche Lebensmittel sauer, welche pH-Neutral und welche basisch sind. Ergebnis hierbei: Zitronensaft und Limo sind sauer (pH-Wert kleiner als 7), Wasser neutral (pH-Wert genau 7), Kr\u00e4utertee basisch (pH-Wert gr\u00f6\u00dfer als 7). Nach dem Testen der verschiedenen Fl\u00fcssigkeiten wurde mit den Kindern gemeinsam besprochen, welche Lebensmittel gesund sind und in welchen Mengen was gegessen werden sollte. Gemeinsam wurde dann eine Ern\u00e4hrungspyramide erstellt und die Wichtigkeit einer ausgewogenen Ern\u00e4hrung und ausreichender Bewegung in den Fokus gestellt<\/p>\n<p>Alles in allem war das Zirkeltraining der Gesundheitsforschung f\u00fcr alle Beteiligten ein gro\u00dfer Erfolg. Die Kinder lernten viel Neues \u00fcber ihren eigenen K\u00f6rper, sowie die Wichtigkeit von ausgewogenener Ern\u00e4hrung und viel Bewegung. Durch das gro\u00dfe Engagement der M\u00e4dels und die guten Materialbeilagen waren auch die \u00dcbungsleiter \u00fcber solch positive Resonanz sehr erfreut.<\/p>\n<p><em>(Bericht: Manuel K\u00fcmpel)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Das Zirkeltraining der Gesundheitsforschung \u2013 Mitmachen, Erleben, Verstehen.&#8220; Unter diesem Motto stand k\u00fcrzlich das Training der weiblichen D-Jugend des TSV Birkenau. 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